Workshop: Klima- und Gendergerechtigkeit

15.05.2019, 18-20 Uhr, Klex, Lange Str. 14 | nicht barrierefrei zugänglich | deutsche Lautsprache

In der Klimabewegung wird nicht nur ein sofortiger Kohleausstieggefordert, sondern globale Klimagerechtigkeit – und Gerechtigeit hat auch etwas mit Geschlechterrollen und Machtverhältnissen zu tun. Personen im globalen Norden tragen wesentlich zur Klimazerstörung bei, von der Menschen im globalen Süden ungleich stärker betroffen sind.

Wir werden beleuchten, warum dabei Frauen* noch größeren Problemen gegenüber stehen und die Auswirkungen der Klimakrise besonders früh und besonders stark zu spüren bekommen. Obwohl sie wohl diejenigen wären, die am besten wissen können, was nötig wäre, ihre Situation zuverbessern, sind unter den klimapolitischen Entscheidungsträger*innen Männer* in der Mehrheit.

Wer als Trans- oder Inter-Person nicht in unsere zweigeschlechtliche Welt passt, wird oft gleich mehrfach diskriminiert. Mehrere Formen der Diskriminierung bedingen und beeinflussen sich also gegenseitig und Klimagerechtigkeit bedeutet somit, dass wir nicht nur den Kapitalismus, sondern auch patriarchale Gesetze, Normen und Rollenklischees überwinden müssen.

Dafür sollten wir in unserer Bewegung anfangen Gleichberechtigung zu leben: Wie können Queerfeminismus und Klimagerechtigkeit zusammengedacht werden, so dass sich Aktivist*innen in Klima-Gruppen und bei Aktionen nicht in Situationen wiederfinden, in denen sie sich durch Geschlechterrollen eingeengt fühlen oder Diskriminierung erleben? Und wie können wir durch unsere Form der Organisierung und Aktionsplanungfestgefahrene, patriarchale Strukturen in Frage stellen und aufbrechen?

Wir verwenden die Sternchen hinter den Begriffen Frauen* und Männer* um darauf hinzuweisen, dass es sich hierbei nicht um das biologische Geschlecht handelt, sondern um die Zugehörigkeit zu konstruierten sozialen Kategorien, die wir hinterfragen wollen.

Veranstalter_in:  Climate Justice Greifswald

Werbeanzeigen